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Ein Dutzend Regeln, die man sich merken muss:
1. Artgerechte Ernährung von Anfang an.
Der sicherste Weg, seine Katze gesund und artgerecht zu ernähren, führt über die
Fertignahrung. Da Gewohnheiten in der Jugend geprägt werden, sollte man ihr von klein auf
Fertignahrung geben. Dadurch werden auch dem Katzenhalter die Sorgen um eine artgerechte
Ernährung genommen. Es gibt genügend Auswahl für eine angenehme Abwechslung unter den
Vollnahrungen.
2. Heranwachsende Katzen und ihre Bedürfnisse.
An der Nahrung der heranwachsenden Katze darf noch weniger gespart werden als bei der
erwachsenen Katze. Ein Katzenkind wiegt bei der Geburt 100 Gramm und nimmt in den ersten
vier Wochen um das Vierfache zu. Diesen gewaltigen Bedarf an Energie- und Baustoffen deckt
in den ersten Wochen die Mutter mit Milch; doch dann braucht das Katzenkind zusätzliche
Nahrung. Man darf es aber auch nicht überfüttern, denn so zieht man eine träge und
fette Katze heran.
3. Die Ernährung der trächtigen und der säugenden Katze.
Bei der trächtigen Katze nimmt der Nährstoffbedarf ständig, wenn auch gering zu. Der
Bedarf an Eiweiss ist jedoch erhöht. Die erforderliche Nahrungsmenge wird auf drei,
besser noch auf fünf Mahlzeiten verteilt. Die säugende Katze braucht jedoch erheblich
mehr: Ansteigend bis zur sechsten Woche erhöht sich die Nahrungsmenge auf das Doppelte
bis Dreifache des Bedarfs der nicht säugenden Katze, je nach Anzahl der Jungen. Diese
grösseren Mengen werden in sechs Mahlzeiten über den Tag verteilt gegeben. Man erhöht,
ausgehend von der gegen Ende der Trächtigkeit benötigten Nahrungsmenge, pro Woche um 20
bis 25 Prozent. Bei Fütterung von Fertignahrung brauchen keine zusätzlichen Kalk- oder
Vitaminpräparate gegeben werden. Frisches Wasser stets reichlich bereitstellen.
4. Die Ernährung junger Katzen.
Da junge Katzen einen kleinen Magen haben, aber schnell wachsen, bekommen sie zunächst
ihre Tagesration auf sechs Mahlzeiten verteilt, jede im Abstand von zwei - drei Stunden.
5. Die Ernährung erwachsender Katzen.
Die erwachsene Katze bekommt am besten zwei Mahlzeiten: eine morgens und eine abends.
Erwachsen ist eine Katze dann, wenn ihr Skelett aufhört zu wachsen. Das ist mit einem
Rückgang des Appetits verknüpft. Die Katze ist dann neun bis zehn Monate alt. Mit sechs
bis neun Monaten wird sie auch zum ersten Mal geschlechtsreif (Ausnahme die frühreifen
Siamesen).
6. Wie viele Mahlzeiten sollten serviert werden?
Die Mahlzeiten sollten täglich zur gleichen Zeit serviert werden. Die Katze lernt sehr
schnell, sich auf diese Zeiten einzustellen und ihre Nahrung zu verlangen. Wer den ganzen
Tag zu Hause ist, kann auch dreimal füttern. Er kommt damit der Natur der Katze entgegen.
Ist die Katze tagsüber allein, sollte man ihr etwas Trockennahrung bereitstellen. Damit
die Katze nicht zu dick wird, müssen die Hauptmahlzeiten dann entsprechend verringert
werden.
7. Was es beim Servieren zu beachten gibt.
Die Nahrung sollte lauwarm sein. Kühlschrankkalt wird sie meist abgelehnt. Die
Lieblingstemperatur liegt bei 38 Grad. Frisst sie nicht alles auf, kürzt man die nächste
Portion um das Übriggelassene. Die Katze sagt es schon, wenn sie mehr haben möchte.
8. Abwechslung oder lieber immer das Gleiche?
Eine Katze kann zeitlebens mit der gleichen Nahrung gefüttert werden; vorausgesetzt,
diese entspricht allen ernährungsphysiologischen Anforderungen. Möchte sie Abwechslung
oder möchte man selber umstellen, sollte man es schrittweise machen, d.h. innerhalb von
einer oder zwei Wochen. Dabei wird die neue Nahrung zunächst in kleineren, dann in
grösseren Portionen unter die gewohnte gemischt.
9. Der Futterplatz.
Der Futterplatz sollte so sein, dass die Katze nicht gestört wird. Entweder frisst sie
allein oder in Gesellschaft ihres Halters. Das ist Gewohnheitssache. In der Natur sucht
sich die Katze ein ruhiges Plätzchen aus.
10. Nach der Mahlzeit.
Nach der Mahlzeit braucht die Katze Ruhe. Ihre Verwandten in Steppe und Urwald halten dann
Siesta. Bitte also nicht nach dem Fressen mit der Katze spielen oder sie knuddeln wollen.
11. Was tun mit Essensresten? Und was man über Näpfe wissen sollte.
Lassen Sie keine Reste im Napf (ausser bei Trockennahrung), sie könnten säuern; Fliegen
können ihre Eier darauf ablegen oder Bakterien sich ansiedeln. Ausserdem ist jede Katze
auf Reinlichkeit bedacht. Deshalb sollte ihr Napf stets sauber sein. Er sollte sich aber
auch deutlich von anderem Geschirr im Haushalt abheben. Katzen, die von normalen Tellern
fressen, nehmen sich das Recht, von allen Tellern zu fressen.
12. Getränke für Katzen.
Das einzige Getränk für die Katze ist Wasser. Es sollte stets frisch vorhanden sein.
Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung!